Nach den vielen Ortswechseln und anstrengenden Busfahrten in letzter Zeit haben wir uns etwas "Erholung vom Reisen" verdient. Dafuer kamen wir nach El Salvador, wo wir zur Abwechslung einmal laengere Zeit an einem Ort blieben.
Genauer gesagt in einem schoenen Surfcamp am Strand von El Zonte. Nur einige Meter zum Strand, beste Fisch- und Meeresfruechtegerichte zum Essen und das Rauschen der Brandung zum in den (Haengemattenmittags)Schlaf Schaukeln waren die perfekten Bedingungen zum Erholen. Diese Erholung haben wir uns aber auch jeden Tag aufs Neue brav verdient.
Kurz nach Sonnenaufgang gings immer schon hinaus aufs Meer fuer die Morgensurfsession. Nach zwei bis drei Stunden gabs dann Essenspause und Krafttanken bevors am Nachmittag noch einmal auf die Bretter ging. Ich bin schon lang nicht mehr so regelmaessig frueh aufgestanden und so frueh ins Bett gegangen. Aber wenn um 18:30 die Sonne untergeht, gibt es nichts besseres als nach einem fuellenden Abendessen schon langsam ans Schlafengehen zu denken... :-P
Fahrtechnisch konnte ich gute Fortschritte machen, langsam kommen die Belohnungen fuer die harten Zeiten am Anfang. Die Rides werden laenger, ich bekomm mehr Wellen und beim Paddeln kann ich auch auf der Ueberholspur schon mithalten. Sev geht es noch besser, der war schon nah dran seine erste Barrel zu fahren. Wir sind also einigermassen geruestet fuer Puerto Escondido in Mexico, unsere naechste Station!
Ab jetzt bleiben nur mehr 1 1/2 Wochen bis es zurueck nach Hause geht. Ein komisches Gefuehl wenn man so lang unterwegs war, auch wenns mit Sicherheit genuegend Dinge gibt, auf die ich mich freue!
Viele Gruesse
Bernhard
This album is powered by BubbleShare - Add to my blog
Dienstag, 3. Juli 2007
Dienstag, 26. Juni 2007
Der naechste Hoehepunkt: Guatemala
Die letzten Wochen verbrachten Sev und ich in Guatemala. Zum Glueck haben wir uns von zahlreichen Horrorberichten ueber die Sicherheitssituation hier nicht abhalten lassen und lernten so ein wunderbar vielfaeltiges Land kennen. Von dem was Guatemala an Kultur und Landschaften bieten kann, war es vermutlich sogar der Hoehepunkt der bisherigen Mittelamerikanischen Laender!
Den Start machte die Kolonialstadt Antigua, die zwar durch unzaehlige Sprachschulen von vielen Touristen heimgesucht wird, aber sich trotzem ein ganz besonderes Flair bewahrt hat. Groesstenteils einstoeckige, bunte Haeuser, enge Kopfsteinpflasterstrassen und ein herrlich lebhafter Hauptplatz machten Spaziergaenge durch die Gassen immer sehr gemuetlich. Wie es sich fuer mittelamerikanische Staedte so gehoert, ist Antigua auch zwischen zwei Vulkanen gelegen und die Auswirkungen dieser seismischen Aktivitaet sind weithin sichtbar. In der Vergangenheit von Erdbeben heimgesucht, wandert man haeufig an Ruinen, vor allem von Kirchen, die nicht wieder aufgebaut wurden, vorbei. Ein Erdbeben erlebten wir auch selber mit, alles schwankte ziemlich, dass es aber tatsaechlich 6,7 auf der Richterskala erreichte, wie wir tags darauf im Internet nachlesen konnten, haetten wir uns nicht gedacht. Zum Glueck ist in unserer Gegend nicht viel passiert, das Zentrum lag nicht direkt in Antigua.
Von Antigua aus machten wir auch (wieder einmal) eine Tour zu einem Vulkan. Inzwischen haben wir von erloschenen bis zu aktiven Vulkanen so ziemlich alles gesehen, aber der Vulkan Pacaya diesmal war sicher "as much vulcano as it can get". Schon beim Aufstieg war die gruene Wiesenlandschaft immer wieder von Fluessen aus erstarrter Lava durchzogen. Auf einem Plateau angekommen konnten wir zum spuckenden Krater hinaufsehen, von dem aus sich zahlreiche Lavastroeme hinunterzogen. Zu einem dieser Stroeme stiegen wir auf und wanderten dabei ueber erst kuerzlich erstarrte Lava, unter der wir noch gluehende Lava durchscheinen sehen konnten. Bei einem offenen Strom angekommen konnten uns von der Zaehfluessigkeit der Lava ueberzeugen, indem wir mit einem Holzstock drin herumbohrten. Von der Hitze konnten wir uns ebenfalls ueberzeugen, der Stock fing nach wenigen Sekunden an zu brennen und nach ca einer halben Minute in mehr als 2m Naehe hatte man das Gefuehl, dass mit unserer Haut das selbe passiert. Ein sehr eindrucksvolles Erlebnis!
Nach Antigua gings weiter zum Lago Atitlan, den viele als schoensten See der Welt bezeichnen. Das unter anderem deshalb, weil er (wie koennte es in Zentralamerika anders sein) von 2 Vulkanen gesaeumt wird. Bei uns war die Sicht nicht immer optimal, aber zum Schwimmen, Kayakfahren und Klippenspringen reichte das Wetter allemal aus. Ebenso zu einem Ausflug in eines der stark von den Maya gepraegten Doerfer. Der Anteil der Maya an der Bevoelkerung Guatemalas betraegt ueber 50% und in den Hochlaendern rund um den Lago Atitlan ist er besonders hoch. Der Grossteil der Bevoelkerung spricht dort noch Maya Dialekte und nur sehr schlechtes Spanisch (ungefaehr unser Niveau also). Die Lebendigkeit der Kultur der Maya und ihrer Traditionen erlebten wir vor allem in Chichicastenango, wo wir den Sonntagsmarkt besuchten. Fast alle Frauen tragen dort noch ihre traditionelle Kleidung und auf den Kirchenstufen werden nach alten Ritualen Kraeuter verbrannt. Ein sehr farbenpraechtiges Erlebnis! Aufregend war dann besonders die Fahrt zurueck nach Antigua in einem Chicken Bus, der mit 100km/h durch die Bergstrassen faehrt und so voll besetzt wird, dass man gar keine andere Moeglichkeit hat, als 4 Stunden in in irgendeiner aeusserst unbequemen Position zu verharren und jegliche Annaeherungsversuche der lokalen Bevoelkerung (Nachbar schlaeft auf meiner Schulter ein) willenlos akzeptieren muss.
This album is powered by BubbleShare - Add to my blog
Die naechste Station war das Naturparadies von Semuc Champey, wo wir im besten Hostel unserer bisherigen Reise uebernachteten. Super Location direkt an einem Fluss, bequeme Betten in gepflegten Strohhuetten, gutes Essen und coole Leute, wer einmal dorthin kommen sollte: El Retiro ist ein heisser Tipp! Nachdem wir dort erst einmal das schoene Panorama an uns vorueberziehen liessen, indem wir mit Bierflaschen bestueckt in einem Reifen den Fluss hinuntertrieben, gings bei Sonnenuntergang zur Hoehle von Lanquin. Sobald es dort dunkel wird stroemen gleichzeitig tausende von Fledermaeusen aus der Hoehle. Wir setzten uns direkt in den Hoehlenausgang und nach einem langsamen Start gings dort bald ziemlich rund. Fledermausphobie sollte man zumindest keine haben, die Fotos geben einen kleinen Einblick was dort abging. Am naechsten Tag besuchten wir eine weitere Hoehle, diesmal mit einer Tour. Mit einer Kerze bestueckt erforschten wir das Innere, wobei wir staendig unterirdische Becken durchschwimmen mussten und schliesslich sogar einen kleinen Wasserfall hinaufklettern mussten. Bis auf die Kaelte also sehr eindruecklich (diesmal zwar keine Fledermaeuse, aber nichts fuer Leute mit Klaustrophobie). Am Nachmittag gings dann zu den wunderschoenen Naturbecken von Semuc Champey. Ueber zahlreiche kleine Wasserfaelle rinnt dort herrlich klares Wasser von Terasse zu Terrrasse. Die Becken laden ein zum Springen, Schwimmen oder nur gemuetlich herumliegen und sich von einem Wasserfall den Ruecken massieren zu lassen. Alpamare kann damit noch lang nicht mithalten!
Zum kulturellen Hoehepunkt gings im Anschluss nach Tikal. Mitten im Dschungel stehen dort die Ueberreste einer riesigen uralten ehemaligen Stadt der Maya (in ihrer Bluete zaehlte Tikal mehr als 200'000 Einwohner!). Von einem der groessten Tempel aus schauten wir uns den Sonnenaufgang an und konnten beobachten, wie andere Tempelspitzen, die ueber das Regenwalddach hinausragten, langsam aus dem Nebel hervorkamen. In einer Fuerhrung wurden uns dann das ganze Ausmass der Stadt naehergebracht. Viele Tempel sind noch ausgezeichnet erhalten und schauen im Gruen des Dschungels einfach grossartig aus.
Von Tikal, oder besser gesagt Flores, dem Ort in dem wir uebernachtet hatten, gings weiter zum Rio Dulce. Dieser verbindet einen grossen Binnensee mit der Karibikkueste Guatemals und stellt die einzige Verbindung der Stadt Livingston mit dem Hauptland Guatemalas dar. Auf einem Boot fuhren wir vorbei an zahlreichen Wochenendvillen der reicheren Guatemalteken durch Dschungel- und Mangrovenlandschaften dorthin. Dort bilden Schwarze den Grossteil der Einwohner, sie stammen von ehemaligen Sklaven ab, die von Jamaika und den Bay Islands an die Kueste kamen. Dementsprechend ist ihre Kultur dort auch ganz anders und hat mit den Maya im Hochland so gut wie gar nichts gemein. Einen kleinen Einblick bekamen wir durch eine traditionelle Fischsuppe zum Abendessen (kann mir jemand erklaeren, wie man einen ganzen unzerlegten Fisch, sowie zahlreiche Krabbenteile in einer Suppe schwimmen stilvoll verzehren kann?!) und ein Konzert einer lokalen Band (neben afrikanischen Trommeln war die Hauptinstrumente ein Schildkroetenpanzer und eine grosse Muschel) im Anschluss. Leider leben in Livingston auch zahlreiche Alkos und Junkies und deshalb war es auch nicht so schwer nach einem Tag bereits weiter zu ziehen. In einer langen Fahrt ging es per Faehre und Bus wieder nach Antigua, von wo wir am naechsten Tag nach El Salvador aufbrachen.
Und hier in El Salvador werden wir nun wohl auch die naechsten Tage bleiben und uns wieder ausgiebig dem Surfen widmen. In den ersten Versuchen hier wurde ich von den Wellen ganz schoen zerlegt, aber in den naechsten Tagen soll der Swell wieder etwas zurueckgehen, was hoffentlich wieder einige Fortschritte zulaesst!
Auf bald,
Bernhard
This album is powered by BubbleShare - Add to my blog
Den Start machte die Kolonialstadt Antigua, die zwar durch unzaehlige Sprachschulen von vielen Touristen heimgesucht wird, aber sich trotzem ein ganz besonderes Flair bewahrt hat. Groesstenteils einstoeckige, bunte Haeuser, enge Kopfsteinpflasterstrassen und ein herrlich lebhafter Hauptplatz machten Spaziergaenge durch die Gassen immer sehr gemuetlich. Wie es sich fuer mittelamerikanische Staedte so gehoert, ist Antigua auch zwischen zwei Vulkanen gelegen und die Auswirkungen dieser seismischen Aktivitaet sind weithin sichtbar. In der Vergangenheit von Erdbeben heimgesucht, wandert man haeufig an Ruinen, vor allem von Kirchen, die nicht wieder aufgebaut wurden, vorbei. Ein Erdbeben erlebten wir auch selber mit, alles schwankte ziemlich, dass es aber tatsaechlich 6,7 auf der Richterskala erreichte, wie wir tags darauf im Internet nachlesen konnten, haetten wir uns nicht gedacht. Zum Glueck ist in unserer Gegend nicht viel passiert, das Zentrum lag nicht direkt in Antigua.
Von Antigua aus machten wir auch (wieder einmal) eine Tour zu einem Vulkan. Inzwischen haben wir von erloschenen bis zu aktiven Vulkanen so ziemlich alles gesehen, aber der Vulkan Pacaya diesmal war sicher "as much vulcano as it can get". Schon beim Aufstieg war die gruene Wiesenlandschaft immer wieder von Fluessen aus erstarrter Lava durchzogen. Auf einem Plateau angekommen konnten wir zum spuckenden Krater hinaufsehen, von dem aus sich zahlreiche Lavastroeme hinunterzogen. Zu einem dieser Stroeme stiegen wir auf und wanderten dabei ueber erst kuerzlich erstarrte Lava, unter der wir noch gluehende Lava durchscheinen sehen konnten. Bei einem offenen Strom angekommen konnten uns von der Zaehfluessigkeit der Lava ueberzeugen, indem wir mit einem Holzstock drin herumbohrten. Von der Hitze konnten wir uns ebenfalls ueberzeugen, der Stock fing nach wenigen Sekunden an zu brennen und nach ca einer halben Minute in mehr als 2m Naehe hatte man das Gefuehl, dass mit unserer Haut das selbe passiert. Ein sehr eindrucksvolles Erlebnis!
Nach Antigua gings weiter zum Lago Atitlan, den viele als schoensten See der Welt bezeichnen. Das unter anderem deshalb, weil er (wie koennte es in Zentralamerika anders sein) von 2 Vulkanen gesaeumt wird. Bei uns war die Sicht nicht immer optimal, aber zum Schwimmen, Kayakfahren und Klippenspringen reichte das Wetter allemal aus. Ebenso zu einem Ausflug in eines der stark von den Maya gepraegten Doerfer. Der Anteil der Maya an der Bevoelkerung Guatemalas betraegt ueber 50% und in den Hochlaendern rund um den Lago Atitlan ist er besonders hoch. Der Grossteil der Bevoelkerung spricht dort noch Maya Dialekte und nur sehr schlechtes Spanisch (ungefaehr unser Niveau also). Die Lebendigkeit der Kultur der Maya und ihrer Traditionen erlebten wir vor allem in Chichicastenango, wo wir den Sonntagsmarkt besuchten. Fast alle Frauen tragen dort noch ihre traditionelle Kleidung und auf den Kirchenstufen werden nach alten Ritualen Kraeuter verbrannt. Ein sehr farbenpraechtiges Erlebnis! Aufregend war dann besonders die Fahrt zurueck nach Antigua in einem Chicken Bus, der mit 100km/h durch die Bergstrassen faehrt und so voll besetzt wird, dass man gar keine andere Moeglichkeit hat, als 4 Stunden in in irgendeiner aeusserst unbequemen Position zu verharren und jegliche Annaeherungsversuche der lokalen Bevoelkerung (Nachbar schlaeft auf meiner Schulter ein) willenlos akzeptieren muss.
This album is powered by BubbleShare - Add to my blog
Die naechste Station war das Naturparadies von Semuc Champey, wo wir im besten Hostel unserer bisherigen Reise uebernachteten. Super Location direkt an einem Fluss, bequeme Betten in gepflegten Strohhuetten, gutes Essen und coole Leute, wer einmal dorthin kommen sollte: El Retiro ist ein heisser Tipp! Nachdem wir dort erst einmal das schoene Panorama an uns vorueberziehen liessen, indem wir mit Bierflaschen bestueckt in einem Reifen den Fluss hinuntertrieben, gings bei Sonnenuntergang zur Hoehle von Lanquin. Sobald es dort dunkel wird stroemen gleichzeitig tausende von Fledermaeusen aus der Hoehle. Wir setzten uns direkt in den Hoehlenausgang und nach einem langsamen Start gings dort bald ziemlich rund. Fledermausphobie sollte man zumindest keine haben, die Fotos geben einen kleinen Einblick was dort abging. Am naechsten Tag besuchten wir eine weitere Hoehle, diesmal mit einer Tour. Mit einer Kerze bestueckt erforschten wir das Innere, wobei wir staendig unterirdische Becken durchschwimmen mussten und schliesslich sogar einen kleinen Wasserfall hinaufklettern mussten. Bis auf die Kaelte also sehr eindruecklich (diesmal zwar keine Fledermaeuse, aber nichts fuer Leute mit Klaustrophobie). Am Nachmittag gings dann zu den wunderschoenen Naturbecken von Semuc Champey. Ueber zahlreiche kleine Wasserfaelle rinnt dort herrlich klares Wasser von Terasse zu Terrrasse. Die Becken laden ein zum Springen, Schwimmen oder nur gemuetlich herumliegen und sich von einem Wasserfall den Ruecken massieren zu lassen. Alpamare kann damit noch lang nicht mithalten!
Zum kulturellen Hoehepunkt gings im Anschluss nach Tikal. Mitten im Dschungel stehen dort die Ueberreste einer riesigen uralten ehemaligen Stadt der Maya (in ihrer Bluete zaehlte Tikal mehr als 200'000 Einwohner!). Von einem der groessten Tempel aus schauten wir uns den Sonnenaufgang an und konnten beobachten, wie andere Tempelspitzen, die ueber das Regenwalddach hinausragten, langsam aus dem Nebel hervorkamen. In einer Fuerhrung wurden uns dann das ganze Ausmass der Stadt naehergebracht. Viele Tempel sind noch ausgezeichnet erhalten und schauen im Gruen des Dschungels einfach grossartig aus.
Von Tikal, oder besser gesagt Flores, dem Ort in dem wir uebernachtet hatten, gings weiter zum Rio Dulce. Dieser verbindet einen grossen Binnensee mit der Karibikkueste Guatemals und stellt die einzige Verbindung der Stadt Livingston mit dem Hauptland Guatemalas dar. Auf einem Boot fuhren wir vorbei an zahlreichen Wochenendvillen der reicheren Guatemalteken durch Dschungel- und Mangrovenlandschaften dorthin. Dort bilden Schwarze den Grossteil der Einwohner, sie stammen von ehemaligen Sklaven ab, die von Jamaika und den Bay Islands an die Kueste kamen. Dementsprechend ist ihre Kultur dort auch ganz anders und hat mit den Maya im Hochland so gut wie gar nichts gemein. Einen kleinen Einblick bekamen wir durch eine traditionelle Fischsuppe zum Abendessen (kann mir jemand erklaeren, wie man einen ganzen unzerlegten Fisch, sowie zahlreiche Krabbenteile in einer Suppe schwimmen stilvoll verzehren kann?!) und ein Konzert einer lokalen Band (neben afrikanischen Trommeln war die Hauptinstrumente ein Schildkroetenpanzer und eine grosse Muschel) im Anschluss. Leider leben in Livingston auch zahlreiche Alkos und Junkies und deshalb war es auch nicht so schwer nach einem Tag bereits weiter zu ziehen. In einer langen Fahrt ging es per Faehre und Bus wieder nach Antigua, von wo wir am naechsten Tag nach El Salvador aufbrachen.
Und hier in El Salvador werden wir nun wohl auch die naechsten Tage bleiben und uns wieder ausgiebig dem Surfen widmen. In den ersten Versuchen hier wurde ich von den Wellen ganz schoen zerlegt, aber in den naechsten Tagen soll der Swell wieder etwas zurueckgehen, was hoffentlich wieder einige Fortschritte zulaesst!
Auf bald,
Bernhard
This album is powered by BubbleShare - Add to my blog
Freitag, 15. Juni 2007
Utila, Río Cangrejal, Copán - Honduras
Hallo allerseits, ich melde mich vom Lago Atitlan in Guatemala. Hinter uns liegen 1 1/2 wunderbare Wochen in Honduras.
Von Leon in Nicaragua kommend, schafften Sev und ich es in einer Monstertour mit Start um 3 Uhr in der Frueh (und durchmachen bis dorthin) in einem Tag bis nach La Ceiba an der Karibikkueste von Honduras (Ankunft 22 Uhr). Am naechsten Tag ging es auf die Bay Islands, genauer gesagt die Insel Utila, bekannt fuer die wunderschoenen Tauchgruende und die gechillte Karibikstimmung. Da die Insel einer der guenstigsten Orte weltweit ist um seinen Tauchschein zu machen, konnten wir uns selbiges natuerlich nicht entgehen lassen und duerfen uns nach 4 Tagen Theorie- und Praxiseinheiten jetzt offiziell PADI Open Water Divers nennen.
Das erste Mal Tauchen war eine super Erfahrung. Unter Wasser tut sich eine voellig neue Welt auf. Man schwebt fast schwerelos (vorausgesetzt man bekommts auch hin seine buoyancy richtig einzustellen) ueber das Riff, zwischen hunderten bunten Fischen und bizarren Korallen. Kommt man zum Riffabbruch schwimmt man ins schoenste Blau raus, das man sich vorstellen kann. Der Riffwand entlang abtauchend sieht man wie sich die Korallen- und Fischarten mit zunehmender Tiefe aendern und hie und da kann man in kleine Hoehlen oder Schaechte schwimmen. Bei einem dieser Tauchgaenge kam ploetzlich ein riesiger Adlerrochen aus dem Blau hervor, ein anderes Mal wurden wir argwoehnisch von einem Baracuda beobachtet. Wunderbare Erlebnisse!
Neben dem Tauchen kosteten wir natuerlich das Karibikfeeling ordentlich aus, mit der Zeit gewoehnt man sich daran, dass alles 10x so lang dauert wie daheim und der Puls sinkt auf Rennradprofifahrer Niveau. Nach einer Woche Insel Life war es dann aber auch wieder Zeit fuer etwas mehr Action und die fand ich bei einer Rafting/Canyoning Tour am Rio Cangrejal. Der Fluss ist uebersaet von riesigen weissen glattgeschliffenen Felsen, die im Kontrast mit dem tropischen Wald ein fantastisches Bild abgeben. Auch wenn er am Anfang der Regenzeit noch nicht viel Wasser fuehrt war die Tour ziemlich aufregend und in jedem Fall erfrischend. Aufregend war auch die Uebernachtung in einer Lodge direkt am Fluss, dies vor allem auf Grund einer Maus als Mitbewohnerin, die mir fast jeglichen Schlaf raubte...
Nach Relaxen und Adrenalin fehlte fuer ein bestens abgerundetes Urlaubsprogramm nur noch ein Kulturteil. Diesen holten wir uns in Copan, wo man die Ruinen einer ehemals bluehenden Mayastadt findet. Copan ist besonders beruehmt fuer die kunstvollen Skulpturen, als erste Mayastadt, die wir besichtigten, war aber die gesamte Tempelanlage sehr eindrucksvoll. Mitten im Urwald gelegen spaziert man durch die Tempelanlagen wie durch einen Park. Ueber den Ruinen liegt eine mysthische und absolut friedliche Atmosphaere, von ueberall klingt Vogelgeschrei aus den Baeumen, waehrend man versucht sich vorzustellen, wie diese Stadt wohl bevoelkert ausgeschaut haben mag. Das heutige Copan ist auch ein sehr gemuetliches Staedtchen und laedt durchaus zu einem laengeren Besuch ein. Der Einladung waeren wir auch gerne gefolgt, wenn die Zeit nicht schon langsam anfinge zu draengen, weshalb wir Honduras auf wiedersehen sagten und uns auf dem Weg nach Guatemala machten...
Von da Gruesse ich euch und freu mich zwischendurch zu hoeren, wie der Sommeranfang daheim so verlaueft!!!
This album is powered by BubbleShare - Add to my blog
Von Leon in Nicaragua kommend, schafften Sev und ich es in einer Monstertour mit Start um 3 Uhr in der Frueh (und durchmachen bis dorthin) in einem Tag bis nach La Ceiba an der Karibikkueste von Honduras (Ankunft 22 Uhr). Am naechsten Tag ging es auf die Bay Islands, genauer gesagt die Insel Utila, bekannt fuer die wunderschoenen Tauchgruende und die gechillte Karibikstimmung. Da die Insel einer der guenstigsten Orte weltweit ist um seinen Tauchschein zu machen, konnten wir uns selbiges natuerlich nicht entgehen lassen und duerfen uns nach 4 Tagen Theorie- und Praxiseinheiten jetzt offiziell PADI Open Water Divers nennen.
Das erste Mal Tauchen war eine super Erfahrung. Unter Wasser tut sich eine voellig neue Welt auf. Man schwebt fast schwerelos (vorausgesetzt man bekommts auch hin seine buoyancy richtig einzustellen) ueber das Riff, zwischen hunderten bunten Fischen und bizarren Korallen. Kommt man zum Riffabbruch schwimmt man ins schoenste Blau raus, das man sich vorstellen kann. Der Riffwand entlang abtauchend sieht man wie sich die Korallen- und Fischarten mit zunehmender Tiefe aendern und hie und da kann man in kleine Hoehlen oder Schaechte schwimmen. Bei einem dieser Tauchgaenge kam ploetzlich ein riesiger Adlerrochen aus dem Blau hervor, ein anderes Mal wurden wir argwoehnisch von einem Baracuda beobachtet. Wunderbare Erlebnisse!
Neben dem Tauchen kosteten wir natuerlich das Karibikfeeling ordentlich aus, mit der Zeit gewoehnt man sich daran, dass alles 10x so lang dauert wie daheim und der Puls sinkt auf Rennradprofifahrer Niveau. Nach einer Woche Insel Life war es dann aber auch wieder Zeit fuer etwas mehr Action und die fand ich bei einer Rafting/Canyoning Tour am Rio Cangrejal. Der Fluss ist uebersaet von riesigen weissen glattgeschliffenen Felsen, die im Kontrast mit dem tropischen Wald ein fantastisches Bild abgeben. Auch wenn er am Anfang der Regenzeit noch nicht viel Wasser fuehrt war die Tour ziemlich aufregend und in jedem Fall erfrischend. Aufregend war auch die Uebernachtung in einer Lodge direkt am Fluss, dies vor allem auf Grund einer Maus als Mitbewohnerin, die mir fast jeglichen Schlaf raubte...
Nach Relaxen und Adrenalin fehlte fuer ein bestens abgerundetes Urlaubsprogramm nur noch ein Kulturteil. Diesen holten wir uns in Copan, wo man die Ruinen einer ehemals bluehenden Mayastadt findet. Copan ist besonders beruehmt fuer die kunstvollen Skulpturen, als erste Mayastadt, die wir besichtigten, war aber die gesamte Tempelanlage sehr eindrucksvoll. Mitten im Urwald gelegen spaziert man durch die Tempelanlagen wie durch einen Park. Ueber den Ruinen liegt eine mysthische und absolut friedliche Atmosphaere, von ueberall klingt Vogelgeschrei aus den Baeumen, waehrend man versucht sich vorzustellen, wie diese Stadt wohl bevoelkert ausgeschaut haben mag. Das heutige Copan ist auch ein sehr gemuetliches Staedtchen und laedt durchaus zu einem laengeren Besuch ein. Der Einladung waeren wir auch gerne gefolgt, wenn die Zeit nicht schon langsam anfinge zu draengen, weshalb wir Honduras auf wiedersehen sagten und uns auf dem Weg nach Guatemala machten...
Von da Gruesse ich euch und freu mich zwischendurch zu hoeren, wie der Sommeranfang daheim so verlaueft!!!
This album is powered by BubbleShare - Add to my blog
Freitag, 1. Juni 2007
Nationalparks und diverse Missgeschicke in Costa Rica - eine gute Zeit in Nicaragua
Nun ja, es war ja wohl auch etwas blauaeugig zu glauben indem ich einen Blog einrichte, sei ploetzlich alle Schreibunlust der letzten Jahr(zehnt)e verschwunden und schrieben sich die Eintraege wie von selbst. Inzwischen ist daher wieder einmal zu viel Zeit seit meinem letzten Eintrag vergangen, 3 Wochen um genau zu sein, was auf Reisen einer halben Ewigkeit gleichkommt. Nachdem in dieser Zeit viel zu viel passiert ist, um meinen akribischen Schreibstil beizubehalten, werde ich aber so wenigstens dazu gezwungen in diesem Post etwas schneller auf den Punkt zu kommen. Die doppelte Bebilderung sagt hoffentlich genug aus!
Nach den Tagen in Santa Teresa verabschiedeten wir uns von der Nicoya Halbinsel und setzten unsere Reise gegen Sueden entlang der Pazifikkueste Costa Ricas fort. Dem beruechtigte Surfstrand von Playa Hermosa in der Naehe von Jaco (das uebrigens selbst kein besonders empfehlenswerter Spot ist) folgte ein Besuch des Nationalparks Manuel Antonio. Neben wunderschoenen naturbelassenen Straenden gabs dort vor allem im Flora/Fauna Bereich viele Highlights, mit dichtem Regenwald, Affen, Krabben, Faultieren und jeder Menge Iguanas. Wunderschoen!
Leider mussten wir danach aber die Erfahrung machen, dass auf einer Reise auch weniger schoene Dinge passieren koennen. Der Pechvogel war dabei vor allem Severin, dem auf dem Weg nach Hermosa zuerst der Tagesrucksack und dann am gleichen Tag noch die Geldtasche gestohlen wurde. Als ob das nicht genug gewesen waere, brach er sich dann in Dominical beim Surfen noch den Daumen. Unsere Wanderplaene fuer den Nationalpark Corcovado und ein Besuch der legendaeren Welle von Pavones mussten daher abgesagt werden und stattdessen gings nach San Jose in ein Krankenhaus. Dort wurde er operiert und laeuft seitdem mit einer Schraube im Daumen und einem Gips darueber herum. Nicht gerade die besten Voraussetzung zum Surfen!
Als Alternativprogramm konzentrierten wir uns deshalb auf nicht Surf-Aktivitaeten. Im Nationalpark Monteverde gabs neben dichtem Regenwald Action beim Canopy, im Anschluss besuchten wir Costa Ricas bekanntesten aktiven Vulkan, El Arenal. Die Bilder dazu gibts hier:
This album is powered by BubbleShare - Add to my blog
Von La Fortuna gings direkt nach Nicaragua, wo wir die letzten 2 Wochen verbrachten. Nicaragua ist das zweitaermste Land Lateinamerikas und im Vergleich zu Costa Rica deutlich weniger touristisch. Das macht das Reisen natuerlich um einiges billiger, aber auch sonst fuehlte ich mich sehr wohl hier. Die Leute sind sehr freundlich, man kommt schnell mit ihnen ins Gespraech und generell herrscht einfach eine sehr relaxte Atmosphaere, die stark ansteckend wirkt. Unsere letzten Wochen daher - muy tranquilo!
Zuerst gings nach San Juan del Sur, wo ich waehrend eines einwoechigen Spanischkurse mit Aufenthalt bei einer netten Gastfamilie meine Sprachkenntnisse etwas aufputzen konnte. Gleiches hatte ich mit meinen Surfkenntnissen vor, wenn mir nicht eine ziemlich grosse Welle dazwischen gekommen waere, die mein Surfbrett zerbrach. Nach einigen Trauertagen beendete Hugi, der Schweizer der mit uns seit Tamarindo unterwegs war, zum Glueck ist meine brettlose Zeit und verkaufte mir sein Board, da sich sein Urlaub schon dem Ende zuneigt. Nach der Woche in San Juan gings weiter zur Isla de Ometepe im Lago de Nicaragua, wo wir sehr naturnah (manchmal etwas zu nah, wenn es um die Spinnen und Skorpiondichte in unseren Betten ging) in einer Ecolodge wohnten. Getraeu dem Tiroler Motto "aui muasi" liesen wir uns dann natuerlich auch eine Vulkanbesteigung durch dichten Regenwald und tonnenweise Schlamm nicht entgehen. Zurueck in der Zivilisation waren die schoenen Kolonialstaedte Granada und Leon unsere naechsten Ziele. In zweiterer wurden wir dann durch 3 Tage Dauerregen etwas in unserer Bewegungsfaehigkeit eingeschraenkt, eine weitere Vulkanbesteigung, diesmal auf einen aktiven und mit anschliessendem Runterrodeln, ging sich aber doch aus.
In wenigen Stunden verabschieden wir uns auch schon wieder von Nicaragua und es geht auf nach Honduras. Wenn alles gut geht liegt dort viel Karibikfeeling und ein Tauchkurs vor uns! :-)
Deacachimba!
Bernhard
This album is powered by BubbleShare - Add to my blog
Nach den Tagen in Santa Teresa verabschiedeten wir uns von der Nicoya Halbinsel und setzten unsere Reise gegen Sueden entlang der Pazifikkueste Costa Ricas fort. Dem beruechtigte Surfstrand von Playa Hermosa in der Naehe von Jaco (das uebrigens selbst kein besonders empfehlenswerter Spot ist) folgte ein Besuch des Nationalparks Manuel Antonio. Neben wunderschoenen naturbelassenen Straenden gabs dort vor allem im Flora/Fauna Bereich viele Highlights, mit dichtem Regenwald, Affen, Krabben, Faultieren und jeder Menge Iguanas. Wunderschoen!
Leider mussten wir danach aber die Erfahrung machen, dass auf einer Reise auch weniger schoene Dinge passieren koennen. Der Pechvogel war dabei vor allem Severin, dem auf dem Weg nach Hermosa zuerst der Tagesrucksack und dann am gleichen Tag noch die Geldtasche gestohlen wurde. Als ob das nicht genug gewesen waere, brach er sich dann in Dominical beim Surfen noch den Daumen. Unsere Wanderplaene fuer den Nationalpark Corcovado und ein Besuch der legendaeren Welle von Pavones mussten daher abgesagt werden und stattdessen gings nach San Jose in ein Krankenhaus. Dort wurde er operiert und laeuft seitdem mit einer Schraube im Daumen und einem Gips darueber herum. Nicht gerade die besten Voraussetzung zum Surfen!
Als Alternativprogramm konzentrierten wir uns deshalb auf nicht Surf-Aktivitaeten. Im Nationalpark Monteverde gabs neben dichtem Regenwald Action beim Canopy, im Anschluss besuchten wir Costa Ricas bekanntesten aktiven Vulkan, El Arenal. Die Bilder dazu gibts hier:
This album is powered by BubbleShare - Add to my blog
Von La Fortuna gings direkt nach Nicaragua, wo wir die letzten 2 Wochen verbrachten. Nicaragua ist das zweitaermste Land Lateinamerikas und im Vergleich zu Costa Rica deutlich weniger touristisch. Das macht das Reisen natuerlich um einiges billiger, aber auch sonst fuehlte ich mich sehr wohl hier. Die Leute sind sehr freundlich, man kommt schnell mit ihnen ins Gespraech und generell herrscht einfach eine sehr relaxte Atmosphaere, die stark ansteckend wirkt. Unsere letzten Wochen daher - muy tranquilo!
Zuerst gings nach San Juan del Sur, wo ich waehrend eines einwoechigen Spanischkurse mit Aufenthalt bei einer netten Gastfamilie meine Sprachkenntnisse etwas aufputzen konnte. Gleiches hatte ich mit meinen Surfkenntnissen vor, wenn mir nicht eine ziemlich grosse Welle dazwischen gekommen waere, die mein Surfbrett zerbrach. Nach einigen Trauertagen beendete Hugi, der Schweizer der mit uns seit Tamarindo unterwegs war, zum Glueck ist meine brettlose Zeit und verkaufte mir sein Board, da sich sein Urlaub schon dem Ende zuneigt. Nach der Woche in San Juan gings weiter zur Isla de Ometepe im Lago de Nicaragua, wo wir sehr naturnah (manchmal etwas zu nah, wenn es um die Spinnen und Skorpiondichte in unseren Betten ging) in einer Ecolodge wohnten. Getraeu dem Tiroler Motto "aui muasi" liesen wir uns dann natuerlich auch eine Vulkanbesteigung durch dichten Regenwald und tonnenweise Schlamm nicht entgehen. Zurueck in der Zivilisation waren die schoenen Kolonialstaedte Granada und Leon unsere naechsten Ziele. In zweiterer wurden wir dann durch 3 Tage Dauerregen etwas in unserer Bewegungsfaehigkeit eingeschraenkt, eine weitere Vulkanbesteigung, diesmal auf einen aktiven und mit anschliessendem Runterrodeln, ging sich aber doch aus.
In wenigen Stunden verabschieden wir uns auch schon wieder von Nicaragua und es geht auf nach Honduras. Wenn alles gut geht liegt dort viel Karibikfeeling und ein Tauchkurs vor uns! :-)
Deacachimba!
Bernhard
This album is powered by BubbleShare - Add to my blog
Samstag, 12. Mai 2007
Regenzeit in Costa Rica
Kaum einer der letzten Tage ist ohne ordentlichen Guss vergangen. Die beginnende Regenzeit macht sich deutlich bemerkbar. Prinzipiell ist das nicht ganz so schlimm, weil es nur 2-3 Stunden pro Tag regnet. Wenns regnet, dann regnets aber richtig, wie folgendes Video, gedreht direkt vor unserm Hostel, verdeutlichen soll. Dieser braeunliche Public Pool war noch Minuten vorher eine stinknormale costaricanische Staubstrasse (Der Australier der reinspringt hingegen, war auch schon vor dem Regen ziemlich durchgeknallt).
Montag, 30. April 2007
Nicoya Halbinsel, Costa Rica
Sonne, Straende, Surfen und Sauhitze sind die Schlagwoerter mit denen sich die letzten 1 1/2 Wochen zusammenfassen lassen. Inzwischen bin ich also in Mittelamerika angekommen!
Nach der Rueckkehr von Kathi und mir von San Pedro nach Santiago fuhren wir ueber das Wochenende in ein Weingut von Kathis Verwandten. Neben Spaziergaengen durch die Weingaerten besuchten wir auch ein Rodeo, die chilenische Form des Stierkampfes, bei der der Stier nicht zu Schaden kommt, sondern die Geschicklichkeit von Cowboys im Umgang mit den Tieren geprueft wird. Nach diesem Wochenende hiess es aber leider bereits Abschied nehmen von Chile, Kathis Verwandten und fuer mich vor allem natuerlich auch von Kathi selbst, die zurueck nach Oesterreich in die Arbeit musste. Waehrend sie ein Flugzeug nach Europa nahm, ging meines nach San Jose in Costa Rica.
Nach einer Nacht in San Jose gings in einer 6-stuendigen Busfahrt an die Pazifikkueste auf nach Tamarindo im Norden der Nicoya Halbinsel. Dort erwartete mich schon Severin, mit dem zusammen ich die naechsten Wochen unterwegs sein werde. In Tamarindo hiess es fuer mich vor allem einmal erste Surferfahrungen zu machen und mir eine eigene Ausruestung zuzulegen. Nach laengerem Suchen fand ich eine gebrauchtes Brett, das mir ob der kurzen Laenge zwar den Anfang schwerer macht, aber hoffentlich so richtig ab geht, sobald ich Fortschritte mache.
This album is powered by BubbleShare - Add to my blog
Die Straende an der ganzen Kueste sind wunderbar, weicher Sand, palmengesaeumt und herrlich warmes Wasser. Einmal aus dem Wasser heraussen ist das einzige woran man sich gewoehnen muss die tropisch schwuele Hitze. Selbst wenn man wie wir den ganzen Tag nur in Badehosen herumlaeuft laesst das Saunagefuehl kaum je nach. Erfrischung bereiten nur die gelegentlichen wolkenbruchartigen Tropengewitter, die in der naechsten Zeit wohl haeufiger werden, da gerade die Regenzeit einsetzt.
Tamarindo war mit seiner gut ausgebauten Infrastruktur als Ausgangspunkt ideal, mit der Zeit wurde es aber etwas anstrengend, weil es sehr touristisch und teuer ist. Deshalb haben wir uns entschlossen, die Spanisch Kurs Plaene auf die Zeit in Nicaragua zu verschieben. Stattdessen machten wir uns von Tamarindo in den Sueden nach Playa Avellana auf, wo uns ein einsamer Strand und eine sehr gechillte Unterkunft gleich daneben erwarteten. Im Anschluss mieteten wir uns fuer 3 Tage zusammen mit Hugi, einem Schweizer, den wir in Tamarindo kennengelernt hatten, einen Jeep, um die weniger leicht zugaenglichen Kuestenabschnitte der Nicoya Halbinsel kennenzulernen. Einsame Straende mit besten Surfbedingungen, abenteuerliche Flussdurchquerungen und eine Regenwaldwanderung zu einem Wasserfall in Montezuma waren die Hoehepunkte dieser Tage.
Inzwischen sind wir an der Suedspitze der Nicoya Halbinsel in Santa Teresa angekommen. Der Swell ist im Moment so stark, dass in den riesigen Wellen vor allem das auf dem Brett bleiben und das Abbauen der Angst vor dem in die Waschmaschine Kommen zaehlt. In jedem Fall eine gute Uebung fuer meine koerperliche Fitness und in den naechsten Tagen sollen sich die Bedingungen bessern, sodass ich hoffentlich wieder ein paar Rides abbekomme.
Pura Vida
Bernhard
Nach der Rueckkehr von Kathi und mir von San Pedro nach Santiago fuhren wir ueber das Wochenende in ein Weingut von Kathis Verwandten. Neben Spaziergaengen durch die Weingaerten besuchten wir auch ein Rodeo, die chilenische Form des Stierkampfes, bei der der Stier nicht zu Schaden kommt, sondern die Geschicklichkeit von Cowboys im Umgang mit den Tieren geprueft wird. Nach diesem Wochenende hiess es aber leider bereits Abschied nehmen von Chile, Kathis Verwandten und fuer mich vor allem natuerlich auch von Kathi selbst, die zurueck nach Oesterreich in die Arbeit musste. Waehrend sie ein Flugzeug nach Europa nahm, ging meines nach San Jose in Costa Rica.
Nach einer Nacht in San Jose gings in einer 6-stuendigen Busfahrt an die Pazifikkueste auf nach Tamarindo im Norden der Nicoya Halbinsel. Dort erwartete mich schon Severin, mit dem zusammen ich die naechsten Wochen unterwegs sein werde. In Tamarindo hiess es fuer mich vor allem einmal erste Surferfahrungen zu machen und mir eine eigene Ausruestung zuzulegen. Nach laengerem Suchen fand ich eine gebrauchtes Brett, das mir ob der kurzen Laenge zwar den Anfang schwerer macht, aber hoffentlich so richtig ab geht, sobald ich Fortschritte mache.
This album is powered by BubbleShare - Add to my blog
Die Straende an der ganzen Kueste sind wunderbar, weicher Sand, palmengesaeumt und herrlich warmes Wasser. Einmal aus dem Wasser heraussen ist das einzige woran man sich gewoehnen muss die tropisch schwuele Hitze. Selbst wenn man wie wir den ganzen Tag nur in Badehosen herumlaeuft laesst das Saunagefuehl kaum je nach. Erfrischung bereiten nur die gelegentlichen wolkenbruchartigen Tropengewitter, die in der naechsten Zeit wohl haeufiger werden, da gerade die Regenzeit einsetzt.
Tamarindo war mit seiner gut ausgebauten Infrastruktur als Ausgangspunkt ideal, mit der Zeit wurde es aber etwas anstrengend, weil es sehr touristisch und teuer ist. Deshalb haben wir uns entschlossen, die Spanisch Kurs Plaene auf die Zeit in Nicaragua zu verschieben. Stattdessen machten wir uns von Tamarindo in den Sueden nach Playa Avellana auf, wo uns ein einsamer Strand und eine sehr gechillte Unterkunft gleich daneben erwarteten. Im Anschluss mieteten wir uns fuer 3 Tage zusammen mit Hugi, einem Schweizer, den wir in Tamarindo kennengelernt hatten, einen Jeep, um die weniger leicht zugaenglichen Kuestenabschnitte der Nicoya Halbinsel kennenzulernen. Einsame Straende mit besten Surfbedingungen, abenteuerliche Flussdurchquerungen und eine Regenwaldwanderung zu einem Wasserfall in Montezuma waren die Hoehepunkte dieser Tage.
Inzwischen sind wir an der Suedspitze der Nicoya Halbinsel in Santa Teresa angekommen. Der Swell ist im Moment so stark, dass in den riesigen Wellen vor allem das auf dem Brett bleiben und das Abbauen der Angst vor dem in die Waschmaschine Kommen zaehlt. In jedem Fall eine gute Uebung fuer meine koerperliche Fitness und in den naechsten Tagen sollen sich die Bedingungen bessern, sodass ich hoffentlich wieder ein paar Rides abbekomme.
Pura Vida
Bernhard
Mittwoch, 25. April 2007
Chiles Norden und ein Abstecher nach Bolivien
Nach ueberstandener Diarrhoe gings von Santiago nach San Pedro de Atacama im Norden Chiles. Der Ort besteht grossteils aus Lehmhaeusern und befindet sich an einer Oase der Atacama Wueste, angeblich einer der trockensten Orte der Erde. Die Landschaft ist dementsprechend sehr karg, aber gleichzeitig von unglaublicher Schoenheit. Im Osten San Pedros wacht der Vulkan Licancabur, im Westen tun sich die bizarren Formen der Salzkordilliere auf und die gesamte Landschaft ist von unzaehligen verschiedenen Rot-, Ocker- und Grautoenen gepraegt, zu denen der strahlend blaue Himmel in starkem Kontrast steht.
Von San Pedro aus unternahmen wir zahlreiche Ausfluege, wie beispielsweise ins Valle de Louna, einer Landschaft, die der Monoberflaeche so stark aehnelt, dass sie auch als Trainingsort fuer Astronauten genutzt wurde. Ein anderes Mal ging es in die Salar de Atacama, die von tausenden kuerbisgrossen Salzkristallen bedeckt ist un in deren Lagunen zahlreiche Flamingos leben. Ein weiterer Hoehepunkt war der Besuch der Tatio Geisiere bei Sonnenaufgang. Aufstehen um 3:30 und 2 1/2 Stunden Fahrt ueber schlechteste Staubstrassen wurden mit dem Anblick der bis zu 30m hohen Dampfsaeulen und der sprudelnden Wasserbecken mehr als entschaedigt. Ausserdem war die Fahrt auf ueber 4300m Hoehe eine gute Vorbereitung auf die Hoehen, die uns in Bolivien bevorstehen wuerden.
This album is powered by BubbleShare - Add to my blog
Dorthin ging es in einer 4-taegigen Jeeptour von San Pedro aus, die eindeutig den aufregendsten Teil unser Reise darstellte. Auf Hoehen bis zu 5000m machten uns Kopfschmerzen und andere Symptome der Hoehenkrankheit zu schaffen. Die Unterkuenfte waren einfach und die Fahrt auf aeusserst schlechten Wegen oder auch nur querfeldein sehr anstrengend. Die atemberaubenden, staendig wechselnden Gebirgs- und Wuestenlandschaften, Begegnungen mit Lamas, Vicunas, Vizcachas, Wuestenfuechsen und natuerlich vor allem Flamingos waren aber alle Strapazen wert. Die ersten Tage ging es vorbei an zahlreichen Lagunen deren Wasserfarben von weiss ueber gruen und rot bis zu schwarz reichten. Bizarre Felsformationen und Huegellandschaften, die angeblich Salvador Dali zu einigen seiner Bilder inspirierten, saeumten den Weg. Am dritten Tag durchquerten wir die Salar de Uyuni, die groesste Salzwueste der Erde. In der Nacht zuvor hatten wir bereits in einem Hotel, welches zur Gaenze aus Salz erbaut ist uebernachtet. In der Frueh tat sich dann das ganze Ausmass der Salar auf: soweit das Auge reicht nur schneeweisse Flaechen. Einer der Stops auf der Fahrt durch die Salar war die Incahuasi Insel, auf der sich zum Teil ueber tausend Jahre alte Kakteen befinden und von wo wir eine herrliche Aussicht ueber die ganze Wueste hatten. Am vierten Tag ging es zuerueck nach San Pedro, wo wir den besonders klaren Nachthimmel in dieser Region Chiles noch fuer eine "Star Observation" Tour nuetzten. Bei Gelegenheit stelle ich euch noch das Foto von Saturn, durch ein Teleskop fotographiert online. Ein schoener Abschluss unseres Abstechers in den Norden Chiles!
This album is powered by BubbleShare - Add to my blog
Von San Pedro aus unternahmen wir zahlreiche Ausfluege, wie beispielsweise ins Valle de Louna, einer Landschaft, die der Monoberflaeche so stark aehnelt, dass sie auch als Trainingsort fuer Astronauten genutzt wurde. Ein anderes Mal ging es in die Salar de Atacama, die von tausenden kuerbisgrossen Salzkristallen bedeckt ist un in deren Lagunen zahlreiche Flamingos leben. Ein weiterer Hoehepunkt war der Besuch der Tatio Geisiere bei Sonnenaufgang. Aufstehen um 3:30 und 2 1/2 Stunden Fahrt ueber schlechteste Staubstrassen wurden mit dem Anblick der bis zu 30m hohen Dampfsaeulen und der sprudelnden Wasserbecken mehr als entschaedigt. Ausserdem war die Fahrt auf ueber 4300m Hoehe eine gute Vorbereitung auf die Hoehen, die uns in Bolivien bevorstehen wuerden.
This album is powered by BubbleShare - Add to my blog
Dorthin ging es in einer 4-taegigen Jeeptour von San Pedro aus, die eindeutig den aufregendsten Teil unser Reise darstellte. Auf Hoehen bis zu 5000m machten uns Kopfschmerzen und andere Symptome der Hoehenkrankheit zu schaffen. Die Unterkuenfte waren einfach und die Fahrt auf aeusserst schlechten Wegen oder auch nur querfeldein sehr anstrengend. Die atemberaubenden, staendig wechselnden Gebirgs- und Wuestenlandschaften, Begegnungen mit Lamas, Vicunas, Vizcachas, Wuestenfuechsen und natuerlich vor allem Flamingos waren aber alle Strapazen wert. Die ersten Tage ging es vorbei an zahlreichen Lagunen deren Wasserfarben von weiss ueber gruen und rot bis zu schwarz reichten. Bizarre Felsformationen und Huegellandschaften, die angeblich Salvador Dali zu einigen seiner Bilder inspirierten, saeumten den Weg. Am dritten Tag durchquerten wir die Salar de Uyuni, die groesste Salzwueste der Erde. In der Nacht zuvor hatten wir bereits in einem Hotel, welches zur Gaenze aus Salz erbaut ist uebernachtet. In der Frueh tat sich dann das ganze Ausmass der Salar auf: soweit das Auge reicht nur schneeweisse Flaechen. Einer der Stops auf der Fahrt durch die Salar war die Incahuasi Insel, auf der sich zum Teil ueber tausend Jahre alte Kakteen befinden und von wo wir eine herrliche Aussicht ueber die ganze Wueste hatten. Am vierten Tag ging es zuerueck nach San Pedro, wo wir den besonders klaren Nachthimmel in dieser Region Chiles noch fuer eine "Star Observation" Tour nuetzten. Bei Gelegenheit stelle ich euch noch das Foto von Saturn, durch ein Teleskop fotographiert online. Ein schoener Abschluss unseres Abstechers in den Norden Chiles!
This album is powered by BubbleShare - Add to my blog
Freitag, 13. April 2007
1. Station: Santiago de Chile
Ueber eine Woche sind Kathi und ich nun bereits in Santiago de Chile. Der Start hier haette besser nicht sein koennen. Von Kathis Verwandten wurden wir ueberaus herzlich aufgenommen und lernten in den vergangenen Tagen Teile des Landes und vor allem suedamerikanische Gastfreundschaft kennen. Jeden Tag kuemmerten sich andere Familienmitglieder um uns und unternahmen mit uns Ausfluege in Santiago und der Umgebung.
Santiago ist an sich sehr schoen gelegen, am Fusse der Anden, sodass eine riesige Bergkette stets ueber die Stadt wacht. Das ist ein Vorzug, der die Stadt fast mit Innsbruck konkurrieren liesse, wenn nicht an fast allen Tagen eine riesige Smogglocke ueber den Haeusern haengen wuerde, die selbst von Aussichtspunkten aus zumeist den Blick auf die Berge verschleiert. Das Klima ist ansonsten sehr angenehm, das viele Gruen, die gepflegten Wohnstrassen und die modernen Buerogebaeude erinnern sehr an europaeische Staedte. Das Stadtzentrum hat natuerlich nicht viel an alten Bestaenden zu bieten, aber das geschaeftige Treiben verleiht ihm einen lebhaften Flair. Mein persoenlicher Hoehpunkt war der Besuch des Fischmarktes im Mercado Central und das Essen gleich dort.
Ueber das Wochenende fuhren wir mit mehreren Onkels und Tanten in ein kleines Ferienhaus am Pazifik. Trotz des beginnnenden Herbstes hatten wir Glueck und konnten 3 wunderschoene warme Tage an der Kueste verbringen. Die endlos langen und menschenleeren Straende (zugegebenermassen wohl auch deshalb, weil das Wasser mit 17 Grad zum Schwimmen nicht gerade einladend war) und die riesigen Brecher des Pazifiks waren sehr eindrucksvoll, genauso wie die Huegelstadt Valparaiso und der liebste Ferienort der Einwohner von Santiago - Vina del Mar.
Besser noch als all das Sightseeing an sich war jedoch die Moeglichkeit am Familienleben teilnehmen zu koennen, eine Erfahrung, die sich einem normalen Tourist nie bietet. So waren die Tage auch gekennzeichnet durch zahlreiche kulinarische Hoehpunkte, mit Meeresfruechteorgien (Fisch und was sich sonst noch so in den Ozeanen tummelt ist in Chile besonders gut, weil die Stroemungen vor der Kueste sehr kalt und naehrstoffreich sind), Grillabenden und dergleichen , jedes Mal mit pan amasada (handgemachtes Brot) und zahlreichen anderen Delikatessen als Vorspeisen und natuerlich begleitet von Pisco Sour und herrlichen chilenischen Weinen. Kein Wunder also, dass wir innerhalb einer Woche mehrere Kilo zulegten! Irgendwann wurde es unseren Maegen aber doch zuviel und die Strafe fuer die Voellerei folgte in den letzten Tagen, waehrend derer wir mit "Chilenitis" ans Bett bzw. das Klo gefesselt waren. Unsere Reiseplaene wurden dadurch zwar leicht durcheinander gebracht, bald geht es aber doch endlich Richtung Norden in die Atacama Wueste!
Einige visuelle Eindruecke der letzten Tage findet ihr in der Slideshow unten. Die Fotos koennt ihr entweder im Blog direkt durch klicken auf die Pfeile anschauen oder ihr klickt auf das Foto selbst und gelangt so ins Album, wo ihr die Fotos in hoeherer Aufloesung sehen koennt!
Bis bald,
Bernhard
This album is powered by BubbleShare - Add to my blog
Santiago ist an sich sehr schoen gelegen, am Fusse der Anden, sodass eine riesige Bergkette stets ueber die Stadt wacht. Das ist ein Vorzug, der die Stadt fast mit Innsbruck konkurrieren liesse, wenn nicht an fast allen Tagen eine riesige Smogglocke ueber den Haeusern haengen wuerde, die selbst von Aussichtspunkten aus zumeist den Blick auf die Berge verschleiert. Das Klima ist ansonsten sehr angenehm, das viele Gruen, die gepflegten Wohnstrassen und die modernen Buerogebaeude erinnern sehr an europaeische Staedte. Das Stadtzentrum hat natuerlich nicht viel an alten Bestaenden zu bieten, aber das geschaeftige Treiben verleiht ihm einen lebhaften Flair. Mein persoenlicher Hoehpunkt war der Besuch des Fischmarktes im Mercado Central und das Essen gleich dort.
Ueber das Wochenende fuhren wir mit mehreren Onkels und Tanten in ein kleines Ferienhaus am Pazifik. Trotz des beginnnenden Herbstes hatten wir Glueck und konnten 3 wunderschoene warme Tage an der Kueste verbringen. Die endlos langen und menschenleeren Straende (zugegebenermassen wohl auch deshalb, weil das Wasser mit 17 Grad zum Schwimmen nicht gerade einladend war) und die riesigen Brecher des Pazifiks waren sehr eindrucksvoll, genauso wie die Huegelstadt Valparaiso und der liebste Ferienort der Einwohner von Santiago - Vina del Mar.
Besser noch als all das Sightseeing an sich war jedoch die Moeglichkeit am Familienleben teilnehmen zu koennen, eine Erfahrung, die sich einem normalen Tourist nie bietet. So waren die Tage auch gekennzeichnet durch zahlreiche kulinarische Hoehpunkte, mit Meeresfruechteorgien (Fisch und was sich sonst noch so in den Ozeanen tummelt ist in Chile besonders gut, weil die Stroemungen vor der Kueste sehr kalt und naehrstoffreich sind), Grillabenden und dergleichen , jedes Mal mit pan amasada (handgemachtes Brot) und zahlreichen anderen Delikatessen als Vorspeisen und natuerlich begleitet von Pisco Sour und herrlichen chilenischen Weinen. Kein Wunder also, dass wir innerhalb einer Woche mehrere Kilo zulegten! Irgendwann wurde es unseren Maegen aber doch zuviel und die Strafe fuer die Voellerei folgte in den letzten Tagen, waehrend derer wir mit "Chilenitis" ans Bett bzw. das Klo gefesselt waren. Unsere Reiseplaene wurden dadurch zwar leicht durcheinander gebracht, bald geht es aber doch endlich Richtung Norden in die Atacama Wueste!
Einige visuelle Eindruecke der letzten Tage findet ihr in der Slideshow unten. Die Fotos koennt ihr entweder im Blog direkt durch klicken auf die Pfeile anschauen oder ihr klickt auf das Foto selbst und gelangt so ins Album, wo ihr die Fotos in hoeherer Aufloesung sehen koennt!
Bis bald,
Bernhard
This album is powered by BubbleShare - Add to my blog
Montag, 9. April 2007
What's up?
Bevor die Reisebeschreibungen losgehen vielleicht noch ein kleines Update fuer alle, die schon laenger nichts mehr von mir gehoert haben:
Mitte Maerz habe ich mit den letzten Pruefungen und der Abgabe der Master-Arbeit mein Studium an der Universitaet St. Gallen abgeschlossen. Master of Arts werde ich mich zwar erst nennen duerfen, wenn der werte Herr Rektor Mohr mir bei der Diplomfeier die Hand geschuettelt hat (was erst Ende Oktober sein wird), das soll mich aber nicht davon abhalten jetzt schon den Abschluss zu feiern.
Das tue ich fuers erste einmal mit einer Reise nach Sued- und Mittelamerika. Zusammen mit Kathi gehts zuerst nach Chile, wo wir in Santiago bei Verwandten von ihr wohnen werden und dann auch auf eigene Faust das Land zwischen Pazifik und den Anden erkunden wollen. Nach etwas mehr als 3 Wochen ruft fuer Kathi dann leider wieder die Arbeit und sie muss zuerueck nach Wien. Fuer mich geht es weiter nach Costa Rica. Dort werde ich Severin treffen und in den ersten Wochen einen Spanisch Crash-Kurs besuchen, der mir helfen soll, auch durch die Laender Mittelamerikas zu kommen, in denen Englisch noch weniger verbreitet ist. Ausserdem werde ich fleissig Surfen trainieren um die vielen Spots, die es in Mittelamerika gibt auch wuerdigen zu koennen. Von Costa Rica wird es weitergehen nach Nicaragua, El Salvador, Honduras, Guatemala, Belize und schliesslich Mexico. Wohin genau es gehen soll und wie lange wir wo bleiben steht noch nicht fest, da halte ich mich an den Panmundo Wahlspruch von Tobias "Open mind & open schedule" (www.panmundo.com).
Fest steht nur, dass ich Mitte Juli zurueck nach Oesterreich kommen werde. Bevors dann Anfang Oktober in Wien bei BCG im Consulting losgeht, bleibt also noch genug Zeit zum Bergsteigen, Faulenzen und Besuche machen!
Ich freue mich hoffentlich viele von euch dann wieder zu sehen,
Bernhard
Mitte Maerz habe ich mit den letzten Pruefungen und der Abgabe der Master-Arbeit mein Studium an der Universitaet St. Gallen abgeschlossen. Master of Arts werde ich mich zwar erst nennen duerfen, wenn der werte Herr Rektor Mohr mir bei der Diplomfeier die Hand geschuettelt hat (was erst Ende Oktober sein wird), das soll mich aber nicht davon abhalten jetzt schon den Abschluss zu feiern.
Das tue ich fuers erste einmal mit einer Reise nach Sued- und Mittelamerika. Zusammen mit Kathi gehts zuerst nach Chile, wo wir in Santiago bei Verwandten von ihr wohnen werden und dann auch auf eigene Faust das Land zwischen Pazifik und den Anden erkunden wollen. Nach etwas mehr als 3 Wochen ruft fuer Kathi dann leider wieder die Arbeit und sie muss zuerueck nach Wien. Fuer mich geht es weiter nach Costa Rica. Dort werde ich Severin treffen und in den ersten Wochen einen Spanisch Crash-Kurs besuchen, der mir helfen soll, auch durch die Laender Mittelamerikas zu kommen, in denen Englisch noch weniger verbreitet ist. Ausserdem werde ich fleissig Surfen trainieren um die vielen Spots, die es in Mittelamerika gibt auch wuerdigen zu koennen. Von Costa Rica wird es weitergehen nach Nicaragua, El Salvador, Honduras, Guatemala, Belize und schliesslich Mexico. Wohin genau es gehen soll und wie lange wir wo bleiben steht noch nicht fest, da halte ich mich an den Panmundo Wahlspruch von Tobias "Open mind & open schedule" (www.panmundo.com).
Fest steht nur, dass ich Mitte Juli zurueck nach Oesterreich kommen werde. Bevors dann Anfang Oktober in Wien bei BCG im Consulting losgeht, bleibt also noch genug Zeit zum Bergsteigen, Faulenzen und Besuche machen!
Ich freue mich hoffentlich viele von euch dann wieder zu sehen,
Bernhard
Dienstag, 20. März 2007
Jetzt gehts los
das Studium ist überstanden, jetzt habe ich endlich einmal Zeit mich den kleinen (Un)nützlichkeiten zu widmen, die das Web 2.0 zu bieten hat. Wie zum Beispiel der Möglichkeit die halbe Welt ungefragt an meinen Erlebnissen und Gedanken teilhaben zu lassen. Viel Spass mit meinem Blog!
Abonnieren
Kommentare (Atom)
