Freitag, 13. April 2007

1. Station: Santiago de Chile

Ueber eine Woche sind Kathi und ich nun bereits in Santiago de Chile. Der Start hier haette besser nicht sein koennen. Von Kathis Verwandten wurden wir ueberaus herzlich aufgenommen und lernten in den vergangenen Tagen Teile des Landes und vor allem suedamerikanische Gastfreundschaft kennen. Jeden Tag kuemmerten sich andere Familienmitglieder um uns und unternahmen mit uns Ausfluege in Santiago und der Umgebung.

Santiago ist an sich sehr schoen gelegen, am Fusse der Anden, sodass eine riesige Bergkette stets ueber die Stadt wacht. Das ist ein Vorzug, der die Stadt fast mit Innsbruck konkurrieren liesse, wenn nicht an fast allen Tagen eine riesige Smogglocke ueber den Haeusern haengen wuerde, die selbst von Aussichtspunkten aus zumeist den Blick auf die Berge verschleiert. Das Klima ist ansonsten sehr angenehm, das viele Gruen, die gepflegten Wohnstrassen und die modernen Buerogebaeude erinnern sehr an europaeische Staedte. Das Stadtzentrum hat natuerlich nicht viel an alten Bestaenden zu bieten, aber das geschaeftige Treiben verleiht ihm einen lebhaften Flair. Mein persoenlicher Hoehpunkt war der Besuch des Fischmarktes im Mercado Central und das Essen gleich dort.

Ueber das Wochenende fuhren wir mit mehreren Onkels und Tanten in ein kleines Ferienhaus am Pazifik. Trotz des beginnnenden Herbstes hatten wir Glueck und konnten 3 wunderschoene warme Tage an der Kueste verbringen. Die endlos langen und menschenleeren Straende (zugegebenermassen wohl auch deshalb, weil das Wasser mit 17 Grad zum Schwimmen nicht gerade einladend war) und die riesigen Brecher des Pazifiks waren sehr eindrucksvoll, genauso wie die Huegelstadt Valparaiso und der liebste Ferienort der Einwohner von Santiago - Vina del Mar.

Besser noch als all das Sightseeing an sich war jedoch die Moeglichkeit am Familienleben teilnehmen zu koennen, eine Erfahrung, die sich einem normalen Tourist nie bietet. So waren die Tage auch gekennzeichnet durch zahlreiche kulinarische Hoehpunkte, mit Meeresfruechteorgien (Fisch und was sich sonst noch so in den Ozeanen tummelt ist in Chile besonders gut, weil die Stroemungen vor der Kueste sehr kalt und naehrstoffreich sind), Grillabenden und dergleichen , jedes Mal mit pan amasada (handgemachtes Brot) und zahlreichen anderen Delikatessen als Vorspeisen und natuerlich begleitet von Pisco Sour und herrlichen chilenischen Weinen. Kein Wunder also, dass wir innerhalb einer Woche mehrere Kilo zulegten! Irgendwann wurde es unseren Maegen aber doch zuviel und die Strafe fuer die Voellerei folgte in den letzten Tagen, waehrend derer wir mit "Chilenitis" ans Bett bzw. das Klo gefesselt waren. Unsere Reiseplaene wurden dadurch zwar leicht durcheinander gebracht, bald geht es aber doch endlich Richtung Norden in die Atacama Wueste!

Einige visuelle Eindruecke der letzten Tage findet ihr in der Slideshow unten. Die Fotos koennt ihr entweder im Blog direkt durch klicken auf die Pfeile anschauen oder ihr klickt auf das Foto selbst und gelangt so ins Album, wo ihr die Fotos in hoeherer Aufloesung sehen koennt!

Bis bald,

Bernhard

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