Freitag, 1. Juni 2007

Nationalparks und diverse Missgeschicke in Costa Rica - eine gute Zeit in Nicaragua

Nun ja, es war ja wohl auch etwas blauaeugig zu glauben indem ich einen Blog einrichte, sei ploetzlich alle Schreibunlust der letzten Jahr(zehnt)e verschwunden und schrieben sich die Eintraege wie von selbst. Inzwischen ist daher wieder einmal zu viel Zeit seit meinem letzten Eintrag vergangen, 3 Wochen um genau zu sein, was auf Reisen einer halben Ewigkeit gleichkommt. Nachdem in dieser Zeit viel zu viel passiert ist, um meinen akribischen Schreibstil beizubehalten, werde ich aber so wenigstens dazu gezwungen in diesem Post etwas schneller auf den Punkt zu kommen. Die doppelte Bebilderung sagt hoffentlich genug aus!

Nach den Tagen in Santa Teresa verabschiedeten wir uns von der Nicoya Halbinsel und setzten unsere Reise gegen Sueden entlang der Pazifikkueste Costa Ricas fort. Dem beruechtigte Surfstrand von Playa Hermosa in der Naehe von Jaco (das uebrigens selbst kein besonders empfehlenswerter Spot ist) folgte ein Besuch des Nationalparks Manuel Antonio. Neben wunderschoenen naturbelassenen Straenden gabs dort vor allem im Flora/Fauna Bereich viele Highlights, mit dichtem Regenwald, Affen, Krabben, Faultieren und jeder Menge Iguanas. Wunderschoen!

Leider mussten wir danach aber die Erfahrung machen, dass auf einer Reise auch weniger schoene Dinge passieren koennen. Der Pechvogel war dabei vor allem Severin, dem auf dem Weg nach Hermosa zuerst der Tagesrucksack und dann am gleichen Tag noch die Geldtasche gestohlen wurde. Als ob das nicht genug gewesen waere, brach er sich dann in Dominical beim Surfen noch den Daumen. Unsere Wanderplaene fuer den Nationalpark Corcovado und ein Besuch der legendaeren Welle von Pavones mussten daher abgesagt werden und stattdessen gings nach San Jose in ein Krankenhaus. Dort wurde er operiert und laeuft seitdem mit einer Schraube im Daumen und einem Gips darueber herum. Nicht gerade die besten Voraussetzung zum Surfen!

Als Alternativprogramm konzentrierten wir uns deshalb auf nicht Surf-Aktivitaeten. Im Nationalpark Monteverde gabs neben dichtem Regenwald Action beim Canopy, im Anschluss besuchten wir Costa Ricas bekanntesten aktiven Vulkan, El Arenal. Die Bilder dazu gibts hier:

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Von La Fortuna gings direkt nach Nicaragua, wo wir die letzten 2 Wochen verbrachten. Nicaragua ist das zweitaermste Land Lateinamerikas und im Vergleich zu Costa Rica deutlich weniger touristisch. Das macht das Reisen natuerlich um einiges billiger, aber auch sonst fuehlte ich mich sehr wohl hier. Die Leute sind sehr freundlich, man kommt schnell mit ihnen ins Gespraech und generell herrscht einfach eine sehr relaxte Atmosphaere, die stark ansteckend wirkt. Unsere letzten Wochen daher - muy tranquilo!

Zuerst gings nach San Juan del Sur, wo ich waehrend eines einwoechigen Spanischkurse mit Aufenthalt bei einer netten Gastfamilie meine Sprachkenntnisse etwas aufputzen konnte. Gleiches hatte ich mit meinen Surfkenntnissen vor, wenn mir nicht eine ziemlich grosse Welle dazwischen gekommen waere, die mein Surfbrett zerbrach. Nach einigen Trauertagen beendete Hugi, der Schweizer der mit uns seit Tamarindo unterwegs war, zum Glueck ist meine brettlose Zeit und verkaufte mir sein Board, da sich sein Urlaub schon dem Ende zuneigt. Nach der Woche in San Juan gings weiter zur Isla de Ometepe im Lago de Nicaragua, wo wir sehr naturnah (manchmal etwas zu nah, wenn es um die Spinnen und Skorpiondichte in unseren Betten ging) in einer Ecolodge wohnten. Getraeu dem Tiroler Motto "aui muasi" liesen wir uns dann natuerlich auch eine Vulkanbesteigung durch dichten Regenwald und tonnenweise Schlamm nicht entgehen. Zurueck in der Zivilisation waren die schoenen Kolonialstaedte Granada und Leon unsere naechsten Ziele. In zweiterer wurden wir dann durch 3 Tage Dauerregen etwas in unserer Bewegungsfaehigkeit eingeschraenkt, eine weitere Vulkanbesteigung, diesmal auf einen aktiven und mit anschliessendem Runterrodeln, ging sich aber doch aus.

In wenigen Stunden verabschieden wir uns auch schon wieder von Nicaragua und es geht auf nach Honduras. Wenn alles gut geht liegt dort viel Karibikfeeling und ein Tauchkurs vor uns! :-)

Deacachimba!

Bernhard

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