Mittwoch, 25. April 2007

Chiles Norden und ein Abstecher nach Bolivien

Nach ueberstandener Diarrhoe gings von Santiago nach San Pedro de Atacama im Norden Chiles. Der Ort besteht grossteils aus Lehmhaeusern und befindet sich an einer Oase der Atacama Wueste, angeblich einer der trockensten Orte der Erde. Die Landschaft ist dementsprechend sehr karg, aber gleichzeitig von unglaublicher Schoenheit. Im Osten San Pedros wacht der Vulkan Licancabur, im Westen tun sich die bizarren Formen der Salzkordilliere auf und die gesamte Landschaft ist von unzaehligen verschiedenen Rot-, Ocker- und Grautoenen gepraegt, zu denen der strahlend blaue Himmel in starkem Kontrast steht.

Von San Pedro aus unternahmen wir zahlreiche Ausfluege, wie beispielsweise ins Valle de Louna, einer Landschaft, die der Monoberflaeche so stark aehnelt, dass sie auch als Trainingsort fuer Astronauten genutzt wurde. Ein anderes Mal ging es in die Salar de Atacama, die von tausenden kuerbisgrossen Salzkristallen bedeckt ist un in deren Lagunen zahlreiche Flamingos leben. Ein weiterer Hoehepunkt war der Besuch der Tatio Geisiere bei Sonnenaufgang. Aufstehen um 3:30 und 2 1/2 Stunden Fahrt ueber schlechteste Staubstrassen wurden mit dem Anblick der bis zu 30m hohen Dampfsaeulen und der sprudelnden Wasserbecken mehr als entschaedigt. Ausserdem war die Fahrt auf ueber 4300m Hoehe eine gute Vorbereitung auf die Hoehen, die uns in Bolivien bevorstehen wuerden.

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Dorthin ging es in einer 4-taegigen Jeeptour von San Pedro aus, die eindeutig den aufregendsten Teil unser Reise darstellte. Auf Hoehen bis zu 5000m machten uns Kopfschmerzen und andere Symptome der Hoehenkrankheit zu schaffen. Die Unterkuenfte waren einfach und die Fahrt auf aeusserst schlechten Wegen oder auch nur querfeldein sehr anstrengend. Die atemberaubenden, staendig wechselnden Gebirgs- und Wuestenlandschaften, Begegnungen mit Lamas, Vicunas, Vizcachas, Wuestenfuechsen und natuerlich vor allem Flamingos waren aber alle Strapazen wert. Die ersten Tage ging es vorbei an zahlreichen Lagunen deren Wasserfarben von weiss ueber gruen und rot bis zu schwarz reichten. Bizarre Felsformationen und Huegellandschaften, die angeblich Salvador Dali zu einigen seiner Bilder inspirierten, saeumten den Weg. Am dritten Tag durchquerten wir die Salar de Uyuni, die groesste Salzwueste der Erde. In der Nacht zuvor hatten wir bereits in einem Hotel, welches zur Gaenze aus Salz erbaut ist uebernachtet. In der Frueh tat sich dann das ganze Ausmass der Salar auf: soweit das Auge reicht nur schneeweisse Flaechen. Einer der Stops auf der Fahrt durch die Salar war die Incahuasi Insel, auf der sich zum Teil ueber tausend Jahre alte Kakteen befinden und von wo wir eine herrliche Aussicht ueber die ganze Wueste hatten. Am vierten Tag ging es zuerueck nach San Pedro, wo wir den besonders klaren Nachthimmel in dieser Region Chiles noch fuer eine "Star Observation" Tour nuetzten. Bei Gelegenheit stelle ich euch noch das Foto von Saturn, durch ein Teleskop fotographiert online. Ein schoener Abschluss unseres Abstechers in den Norden Chiles!

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3 Kommentare:

Christian hat gesagt…

Mensch Bernhard, das nenn ich mal Spitzenklasse. Herzlichen Glückwunsch zu Deinem Südamerika-Auftakt. Die ersten Eindrücke sind ja echt der Hammer - wahnsinnig schöne Fotos. Ich werde die nächsten Monate auf jeden Fall einer Deiner fleissigsten Blog-Leser sein und schon insgeheim die nächste Reise planen ;)
Also bitte schön viele Fotos und Berichte bloggen!!! Viele Grüsse aus der nicht ganz so spannenden, aber wie immer bodenständigen Schweiz :)

Anonym hat gesagt…

Das war ein schöner Artikel zu lesen, danke für sie.

Anonym hat gesagt…

Haben Sie eine DYNAMITE Tag mein Freund!.