Die letzten Wochen verbrachten Sev und ich in Guatemala. Zum Glueck haben wir uns von zahlreichen Horrorberichten ueber die Sicherheitssituation hier nicht abhalten lassen und lernten so ein wunderbar vielfaeltiges Land kennen. Von dem was Guatemala an Kultur und Landschaften bieten kann, war es vermutlich sogar der Hoehepunkt der bisherigen Mittelamerikanischen Laender!
Den Start machte die Kolonialstadt Antigua, die zwar durch unzaehlige Sprachschulen von vielen Touristen heimgesucht wird, aber sich trotzem ein ganz besonderes Flair bewahrt hat. Groesstenteils einstoeckige, bunte Haeuser, enge Kopfsteinpflasterstrassen und ein herrlich lebhafter Hauptplatz machten Spaziergaenge durch die Gassen immer sehr gemuetlich. Wie es sich fuer mittelamerikanische Staedte so gehoert, ist Antigua auch zwischen zwei Vulkanen gelegen und die Auswirkungen dieser seismischen Aktivitaet sind weithin sichtbar. In der Vergangenheit von Erdbeben heimgesucht, wandert man haeufig an Ruinen, vor allem von Kirchen, die nicht wieder aufgebaut wurden, vorbei. Ein Erdbeben erlebten wir auch selber mit, alles schwankte ziemlich, dass es aber tatsaechlich 6,7 auf der Richterskala erreichte, wie wir tags darauf im Internet nachlesen konnten, haetten wir uns nicht gedacht. Zum Glueck ist in unserer Gegend nicht viel passiert, das Zentrum lag nicht direkt in Antigua.
Von Antigua aus machten wir auch (wieder einmal) eine Tour zu einem Vulkan. Inzwischen haben wir von erloschenen bis zu aktiven Vulkanen so ziemlich alles gesehen, aber der Vulkan Pacaya diesmal war sicher "as much vulcano as it can get". Schon beim Aufstieg war die gruene Wiesenlandschaft immer wieder von Fluessen aus erstarrter Lava durchzogen. Auf einem Plateau angekommen konnten wir zum spuckenden Krater hinaufsehen, von dem aus sich zahlreiche Lavastroeme hinunterzogen. Zu einem dieser Stroeme stiegen wir auf und wanderten dabei ueber erst kuerzlich erstarrte Lava, unter der wir noch gluehende Lava durchscheinen sehen konnten. Bei einem offenen Strom angekommen konnten uns von der Zaehfluessigkeit der Lava ueberzeugen, indem wir mit einem Holzstock drin herumbohrten. Von der Hitze konnten wir uns ebenfalls ueberzeugen, der Stock fing nach wenigen Sekunden an zu brennen und nach ca einer halben Minute in mehr als 2m Naehe hatte man das Gefuehl, dass mit unserer Haut das selbe passiert. Ein sehr eindrucksvolles Erlebnis!
Nach Antigua gings weiter zum Lago Atitlan, den viele als schoensten See der Welt bezeichnen. Das unter anderem deshalb, weil er (wie koennte es in Zentralamerika anders sein) von 2 Vulkanen gesaeumt wird. Bei uns war die Sicht nicht immer optimal, aber zum Schwimmen, Kayakfahren und Klippenspringen reichte das Wetter allemal aus. Ebenso zu einem Ausflug in eines der stark von den Maya gepraegten Doerfer. Der Anteil der Maya an der Bevoelkerung Guatemalas betraegt ueber 50% und in den Hochlaendern rund um den Lago Atitlan ist er besonders hoch. Der Grossteil der Bevoelkerung spricht dort noch Maya Dialekte und nur sehr schlechtes Spanisch (ungefaehr unser Niveau also). Die Lebendigkeit der Kultur der Maya und ihrer Traditionen erlebten wir vor allem in Chichicastenango, wo wir den Sonntagsmarkt besuchten. Fast alle Frauen tragen dort noch ihre traditionelle Kleidung und auf den Kirchenstufen werden nach alten Ritualen Kraeuter verbrannt. Ein sehr farbenpraechtiges Erlebnis! Aufregend war dann besonders die Fahrt zurueck nach Antigua in einem Chicken Bus, der mit 100km/h durch die Bergstrassen faehrt und so voll besetzt wird, dass man gar keine andere Moeglichkeit hat, als 4 Stunden in in irgendeiner aeusserst unbequemen Position zu verharren und jegliche Annaeherungsversuche der lokalen Bevoelkerung (Nachbar schlaeft auf meiner Schulter ein) willenlos akzeptieren muss.
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Die naechste Station war das Naturparadies von Semuc Champey, wo wir im besten Hostel unserer bisherigen Reise uebernachteten. Super Location direkt an einem Fluss, bequeme Betten in gepflegten Strohhuetten, gutes Essen und coole Leute, wer einmal dorthin kommen sollte: El Retiro ist ein heisser Tipp! Nachdem wir dort erst einmal das schoene Panorama an uns vorueberziehen liessen, indem wir mit Bierflaschen bestueckt in einem Reifen den Fluss hinuntertrieben, gings bei Sonnenuntergang zur Hoehle von Lanquin. Sobald es dort dunkel wird stroemen gleichzeitig tausende von Fledermaeusen aus der Hoehle. Wir setzten uns direkt in den Hoehlenausgang und nach einem langsamen Start gings dort bald ziemlich rund. Fledermausphobie sollte man zumindest keine haben, die Fotos geben einen kleinen Einblick was dort abging. Am naechsten Tag besuchten wir eine weitere Hoehle, diesmal mit einer Tour. Mit einer Kerze bestueckt erforschten wir das Innere, wobei wir staendig unterirdische Becken durchschwimmen mussten und schliesslich sogar einen kleinen Wasserfall hinaufklettern mussten. Bis auf die Kaelte also sehr eindruecklich (diesmal zwar keine Fledermaeuse, aber nichts fuer Leute mit Klaustrophobie). Am Nachmittag gings dann zu den wunderschoenen Naturbecken von Semuc Champey. Ueber zahlreiche kleine Wasserfaelle rinnt dort herrlich klares Wasser von Terasse zu Terrrasse. Die Becken laden ein zum Springen, Schwimmen oder nur gemuetlich herumliegen und sich von einem Wasserfall den Ruecken massieren zu lassen. Alpamare kann damit noch lang nicht mithalten!
Zum kulturellen Hoehepunkt gings im Anschluss nach Tikal. Mitten im Dschungel stehen dort die Ueberreste einer riesigen uralten ehemaligen Stadt der Maya (in ihrer Bluete zaehlte Tikal mehr als 200'000 Einwohner!). Von einem der groessten Tempel aus schauten wir uns den Sonnenaufgang an und konnten beobachten, wie andere Tempelspitzen, die ueber das Regenwalddach hinausragten, langsam aus dem Nebel hervorkamen. In einer Fuerhrung wurden uns dann das ganze Ausmass der Stadt naehergebracht. Viele Tempel sind noch ausgezeichnet erhalten und schauen im Gruen des Dschungels einfach grossartig aus.
Von Tikal, oder besser gesagt Flores, dem Ort in dem wir uebernachtet hatten, gings weiter zum Rio Dulce. Dieser verbindet einen grossen Binnensee mit der Karibikkueste Guatemals und stellt die einzige Verbindung der Stadt Livingston mit dem Hauptland Guatemalas dar. Auf einem Boot fuhren wir vorbei an zahlreichen Wochenendvillen der reicheren Guatemalteken durch Dschungel- und Mangrovenlandschaften dorthin. Dort bilden Schwarze den Grossteil der Einwohner, sie stammen von ehemaligen Sklaven ab, die von Jamaika und den Bay Islands an die Kueste kamen. Dementsprechend ist ihre Kultur dort auch ganz anders und hat mit den Maya im Hochland so gut wie gar nichts gemein. Einen kleinen Einblick bekamen wir durch eine traditionelle Fischsuppe zum Abendessen (kann mir jemand erklaeren, wie man einen ganzen unzerlegten Fisch, sowie zahlreiche Krabbenteile in einer Suppe schwimmen stilvoll verzehren kann?!) und ein Konzert einer lokalen Band (neben afrikanischen Trommeln war die Hauptinstrumente ein Schildkroetenpanzer und eine grosse Muschel) im Anschluss. Leider leben in Livingston auch zahlreiche Alkos und Junkies und deshalb war es auch nicht so schwer nach einem Tag bereits weiter zu ziehen. In einer langen Fahrt ging es per Faehre und Bus wieder nach Antigua, von wo wir am naechsten Tag nach El Salvador aufbrachen.
Und hier in El Salvador werden wir nun wohl auch die naechsten Tage bleiben und uns wieder ausgiebig dem Surfen widmen. In den ersten Versuchen hier wurde ich von den Wellen ganz schoen zerlegt, aber in den naechsten Tagen soll der Swell wieder etwas zurueckgehen, was hoffentlich wieder einige Fortschritte zulaesst!
Auf bald,
Bernhard
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Dienstag, 26. Juni 2007
Freitag, 15. Juni 2007
Utila, Río Cangrejal, Copán - Honduras
Hallo allerseits, ich melde mich vom Lago Atitlan in Guatemala. Hinter uns liegen 1 1/2 wunderbare Wochen in Honduras.
Von Leon in Nicaragua kommend, schafften Sev und ich es in einer Monstertour mit Start um 3 Uhr in der Frueh (und durchmachen bis dorthin) in einem Tag bis nach La Ceiba an der Karibikkueste von Honduras (Ankunft 22 Uhr). Am naechsten Tag ging es auf die Bay Islands, genauer gesagt die Insel Utila, bekannt fuer die wunderschoenen Tauchgruende und die gechillte Karibikstimmung. Da die Insel einer der guenstigsten Orte weltweit ist um seinen Tauchschein zu machen, konnten wir uns selbiges natuerlich nicht entgehen lassen und duerfen uns nach 4 Tagen Theorie- und Praxiseinheiten jetzt offiziell PADI Open Water Divers nennen.
Das erste Mal Tauchen war eine super Erfahrung. Unter Wasser tut sich eine voellig neue Welt auf. Man schwebt fast schwerelos (vorausgesetzt man bekommts auch hin seine buoyancy richtig einzustellen) ueber das Riff, zwischen hunderten bunten Fischen und bizarren Korallen. Kommt man zum Riffabbruch schwimmt man ins schoenste Blau raus, das man sich vorstellen kann. Der Riffwand entlang abtauchend sieht man wie sich die Korallen- und Fischarten mit zunehmender Tiefe aendern und hie und da kann man in kleine Hoehlen oder Schaechte schwimmen. Bei einem dieser Tauchgaenge kam ploetzlich ein riesiger Adlerrochen aus dem Blau hervor, ein anderes Mal wurden wir argwoehnisch von einem Baracuda beobachtet. Wunderbare Erlebnisse!
Neben dem Tauchen kosteten wir natuerlich das Karibikfeeling ordentlich aus, mit der Zeit gewoehnt man sich daran, dass alles 10x so lang dauert wie daheim und der Puls sinkt auf Rennradprofifahrer Niveau. Nach einer Woche Insel Life war es dann aber auch wieder Zeit fuer etwas mehr Action und die fand ich bei einer Rafting/Canyoning Tour am Rio Cangrejal. Der Fluss ist uebersaet von riesigen weissen glattgeschliffenen Felsen, die im Kontrast mit dem tropischen Wald ein fantastisches Bild abgeben. Auch wenn er am Anfang der Regenzeit noch nicht viel Wasser fuehrt war die Tour ziemlich aufregend und in jedem Fall erfrischend. Aufregend war auch die Uebernachtung in einer Lodge direkt am Fluss, dies vor allem auf Grund einer Maus als Mitbewohnerin, die mir fast jeglichen Schlaf raubte...
Nach Relaxen und Adrenalin fehlte fuer ein bestens abgerundetes Urlaubsprogramm nur noch ein Kulturteil. Diesen holten wir uns in Copan, wo man die Ruinen einer ehemals bluehenden Mayastadt findet. Copan ist besonders beruehmt fuer die kunstvollen Skulpturen, als erste Mayastadt, die wir besichtigten, war aber die gesamte Tempelanlage sehr eindrucksvoll. Mitten im Urwald gelegen spaziert man durch die Tempelanlagen wie durch einen Park. Ueber den Ruinen liegt eine mysthische und absolut friedliche Atmosphaere, von ueberall klingt Vogelgeschrei aus den Baeumen, waehrend man versucht sich vorzustellen, wie diese Stadt wohl bevoelkert ausgeschaut haben mag. Das heutige Copan ist auch ein sehr gemuetliches Staedtchen und laedt durchaus zu einem laengeren Besuch ein. Der Einladung waeren wir auch gerne gefolgt, wenn die Zeit nicht schon langsam anfinge zu draengen, weshalb wir Honduras auf wiedersehen sagten und uns auf dem Weg nach Guatemala machten...
Von da Gruesse ich euch und freu mich zwischendurch zu hoeren, wie der Sommeranfang daheim so verlaueft!!!
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Von Leon in Nicaragua kommend, schafften Sev und ich es in einer Monstertour mit Start um 3 Uhr in der Frueh (und durchmachen bis dorthin) in einem Tag bis nach La Ceiba an der Karibikkueste von Honduras (Ankunft 22 Uhr). Am naechsten Tag ging es auf die Bay Islands, genauer gesagt die Insel Utila, bekannt fuer die wunderschoenen Tauchgruende und die gechillte Karibikstimmung. Da die Insel einer der guenstigsten Orte weltweit ist um seinen Tauchschein zu machen, konnten wir uns selbiges natuerlich nicht entgehen lassen und duerfen uns nach 4 Tagen Theorie- und Praxiseinheiten jetzt offiziell PADI Open Water Divers nennen.
Das erste Mal Tauchen war eine super Erfahrung. Unter Wasser tut sich eine voellig neue Welt auf. Man schwebt fast schwerelos (vorausgesetzt man bekommts auch hin seine buoyancy richtig einzustellen) ueber das Riff, zwischen hunderten bunten Fischen und bizarren Korallen. Kommt man zum Riffabbruch schwimmt man ins schoenste Blau raus, das man sich vorstellen kann. Der Riffwand entlang abtauchend sieht man wie sich die Korallen- und Fischarten mit zunehmender Tiefe aendern und hie und da kann man in kleine Hoehlen oder Schaechte schwimmen. Bei einem dieser Tauchgaenge kam ploetzlich ein riesiger Adlerrochen aus dem Blau hervor, ein anderes Mal wurden wir argwoehnisch von einem Baracuda beobachtet. Wunderbare Erlebnisse!
Neben dem Tauchen kosteten wir natuerlich das Karibikfeeling ordentlich aus, mit der Zeit gewoehnt man sich daran, dass alles 10x so lang dauert wie daheim und der Puls sinkt auf Rennradprofifahrer Niveau. Nach einer Woche Insel Life war es dann aber auch wieder Zeit fuer etwas mehr Action und die fand ich bei einer Rafting/Canyoning Tour am Rio Cangrejal. Der Fluss ist uebersaet von riesigen weissen glattgeschliffenen Felsen, die im Kontrast mit dem tropischen Wald ein fantastisches Bild abgeben. Auch wenn er am Anfang der Regenzeit noch nicht viel Wasser fuehrt war die Tour ziemlich aufregend und in jedem Fall erfrischend. Aufregend war auch die Uebernachtung in einer Lodge direkt am Fluss, dies vor allem auf Grund einer Maus als Mitbewohnerin, die mir fast jeglichen Schlaf raubte...
Nach Relaxen und Adrenalin fehlte fuer ein bestens abgerundetes Urlaubsprogramm nur noch ein Kulturteil. Diesen holten wir uns in Copan, wo man die Ruinen einer ehemals bluehenden Mayastadt findet. Copan ist besonders beruehmt fuer die kunstvollen Skulpturen, als erste Mayastadt, die wir besichtigten, war aber die gesamte Tempelanlage sehr eindrucksvoll. Mitten im Urwald gelegen spaziert man durch die Tempelanlagen wie durch einen Park. Ueber den Ruinen liegt eine mysthische und absolut friedliche Atmosphaere, von ueberall klingt Vogelgeschrei aus den Baeumen, waehrend man versucht sich vorzustellen, wie diese Stadt wohl bevoelkert ausgeschaut haben mag. Das heutige Copan ist auch ein sehr gemuetliches Staedtchen und laedt durchaus zu einem laengeren Besuch ein. Der Einladung waeren wir auch gerne gefolgt, wenn die Zeit nicht schon langsam anfinge zu draengen, weshalb wir Honduras auf wiedersehen sagten und uns auf dem Weg nach Guatemala machten...
Von da Gruesse ich euch und freu mich zwischendurch zu hoeren, wie der Sommeranfang daheim so verlaueft!!!
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Freitag, 1. Juni 2007
Nationalparks und diverse Missgeschicke in Costa Rica - eine gute Zeit in Nicaragua
Nun ja, es war ja wohl auch etwas blauaeugig zu glauben indem ich einen Blog einrichte, sei ploetzlich alle Schreibunlust der letzten Jahr(zehnt)e verschwunden und schrieben sich die Eintraege wie von selbst. Inzwischen ist daher wieder einmal zu viel Zeit seit meinem letzten Eintrag vergangen, 3 Wochen um genau zu sein, was auf Reisen einer halben Ewigkeit gleichkommt. Nachdem in dieser Zeit viel zu viel passiert ist, um meinen akribischen Schreibstil beizubehalten, werde ich aber so wenigstens dazu gezwungen in diesem Post etwas schneller auf den Punkt zu kommen. Die doppelte Bebilderung sagt hoffentlich genug aus!
Nach den Tagen in Santa Teresa verabschiedeten wir uns von der Nicoya Halbinsel und setzten unsere Reise gegen Sueden entlang der Pazifikkueste Costa Ricas fort. Dem beruechtigte Surfstrand von Playa Hermosa in der Naehe von Jaco (das uebrigens selbst kein besonders empfehlenswerter Spot ist) folgte ein Besuch des Nationalparks Manuel Antonio. Neben wunderschoenen naturbelassenen Straenden gabs dort vor allem im Flora/Fauna Bereich viele Highlights, mit dichtem Regenwald, Affen, Krabben, Faultieren und jeder Menge Iguanas. Wunderschoen!
Leider mussten wir danach aber die Erfahrung machen, dass auf einer Reise auch weniger schoene Dinge passieren koennen. Der Pechvogel war dabei vor allem Severin, dem auf dem Weg nach Hermosa zuerst der Tagesrucksack und dann am gleichen Tag noch die Geldtasche gestohlen wurde. Als ob das nicht genug gewesen waere, brach er sich dann in Dominical beim Surfen noch den Daumen. Unsere Wanderplaene fuer den Nationalpark Corcovado und ein Besuch der legendaeren Welle von Pavones mussten daher abgesagt werden und stattdessen gings nach San Jose in ein Krankenhaus. Dort wurde er operiert und laeuft seitdem mit einer Schraube im Daumen und einem Gips darueber herum. Nicht gerade die besten Voraussetzung zum Surfen!
Als Alternativprogramm konzentrierten wir uns deshalb auf nicht Surf-Aktivitaeten. Im Nationalpark Monteverde gabs neben dichtem Regenwald Action beim Canopy, im Anschluss besuchten wir Costa Ricas bekanntesten aktiven Vulkan, El Arenal. Die Bilder dazu gibts hier:
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Von La Fortuna gings direkt nach Nicaragua, wo wir die letzten 2 Wochen verbrachten. Nicaragua ist das zweitaermste Land Lateinamerikas und im Vergleich zu Costa Rica deutlich weniger touristisch. Das macht das Reisen natuerlich um einiges billiger, aber auch sonst fuehlte ich mich sehr wohl hier. Die Leute sind sehr freundlich, man kommt schnell mit ihnen ins Gespraech und generell herrscht einfach eine sehr relaxte Atmosphaere, die stark ansteckend wirkt. Unsere letzten Wochen daher - muy tranquilo!
Zuerst gings nach San Juan del Sur, wo ich waehrend eines einwoechigen Spanischkurse mit Aufenthalt bei einer netten Gastfamilie meine Sprachkenntnisse etwas aufputzen konnte. Gleiches hatte ich mit meinen Surfkenntnissen vor, wenn mir nicht eine ziemlich grosse Welle dazwischen gekommen waere, die mein Surfbrett zerbrach. Nach einigen Trauertagen beendete Hugi, der Schweizer der mit uns seit Tamarindo unterwegs war, zum Glueck ist meine brettlose Zeit und verkaufte mir sein Board, da sich sein Urlaub schon dem Ende zuneigt. Nach der Woche in San Juan gings weiter zur Isla de Ometepe im Lago de Nicaragua, wo wir sehr naturnah (manchmal etwas zu nah, wenn es um die Spinnen und Skorpiondichte in unseren Betten ging) in einer Ecolodge wohnten. Getraeu dem Tiroler Motto "aui muasi" liesen wir uns dann natuerlich auch eine Vulkanbesteigung durch dichten Regenwald und tonnenweise Schlamm nicht entgehen. Zurueck in der Zivilisation waren die schoenen Kolonialstaedte Granada und Leon unsere naechsten Ziele. In zweiterer wurden wir dann durch 3 Tage Dauerregen etwas in unserer Bewegungsfaehigkeit eingeschraenkt, eine weitere Vulkanbesteigung, diesmal auf einen aktiven und mit anschliessendem Runterrodeln, ging sich aber doch aus.
In wenigen Stunden verabschieden wir uns auch schon wieder von Nicaragua und es geht auf nach Honduras. Wenn alles gut geht liegt dort viel Karibikfeeling und ein Tauchkurs vor uns! :-)
Deacachimba!
Bernhard
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Nach den Tagen in Santa Teresa verabschiedeten wir uns von der Nicoya Halbinsel und setzten unsere Reise gegen Sueden entlang der Pazifikkueste Costa Ricas fort. Dem beruechtigte Surfstrand von Playa Hermosa in der Naehe von Jaco (das uebrigens selbst kein besonders empfehlenswerter Spot ist) folgte ein Besuch des Nationalparks Manuel Antonio. Neben wunderschoenen naturbelassenen Straenden gabs dort vor allem im Flora/Fauna Bereich viele Highlights, mit dichtem Regenwald, Affen, Krabben, Faultieren und jeder Menge Iguanas. Wunderschoen!
Leider mussten wir danach aber die Erfahrung machen, dass auf einer Reise auch weniger schoene Dinge passieren koennen. Der Pechvogel war dabei vor allem Severin, dem auf dem Weg nach Hermosa zuerst der Tagesrucksack und dann am gleichen Tag noch die Geldtasche gestohlen wurde. Als ob das nicht genug gewesen waere, brach er sich dann in Dominical beim Surfen noch den Daumen. Unsere Wanderplaene fuer den Nationalpark Corcovado und ein Besuch der legendaeren Welle von Pavones mussten daher abgesagt werden und stattdessen gings nach San Jose in ein Krankenhaus. Dort wurde er operiert und laeuft seitdem mit einer Schraube im Daumen und einem Gips darueber herum. Nicht gerade die besten Voraussetzung zum Surfen!
Als Alternativprogramm konzentrierten wir uns deshalb auf nicht Surf-Aktivitaeten. Im Nationalpark Monteverde gabs neben dichtem Regenwald Action beim Canopy, im Anschluss besuchten wir Costa Ricas bekanntesten aktiven Vulkan, El Arenal. Die Bilder dazu gibts hier:
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Von La Fortuna gings direkt nach Nicaragua, wo wir die letzten 2 Wochen verbrachten. Nicaragua ist das zweitaermste Land Lateinamerikas und im Vergleich zu Costa Rica deutlich weniger touristisch. Das macht das Reisen natuerlich um einiges billiger, aber auch sonst fuehlte ich mich sehr wohl hier. Die Leute sind sehr freundlich, man kommt schnell mit ihnen ins Gespraech und generell herrscht einfach eine sehr relaxte Atmosphaere, die stark ansteckend wirkt. Unsere letzten Wochen daher - muy tranquilo!
Zuerst gings nach San Juan del Sur, wo ich waehrend eines einwoechigen Spanischkurse mit Aufenthalt bei einer netten Gastfamilie meine Sprachkenntnisse etwas aufputzen konnte. Gleiches hatte ich mit meinen Surfkenntnissen vor, wenn mir nicht eine ziemlich grosse Welle dazwischen gekommen waere, die mein Surfbrett zerbrach. Nach einigen Trauertagen beendete Hugi, der Schweizer der mit uns seit Tamarindo unterwegs war, zum Glueck ist meine brettlose Zeit und verkaufte mir sein Board, da sich sein Urlaub schon dem Ende zuneigt. Nach der Woche in San Juan gings weiter zur Isla de Ometepe im Lago de Nicaragua, wo wir sehr naturnah (manchmal etwas zu nah, wenn es um die Spinnen und Skorpiondichte in unseren Betten ging) in einer Ecolodge wohnten. Getraeu dem Tiroler Motto "aui muasi" liesen wir uns dann natuerlich auch eine Vulkanbesteigung durch dichten Regenwald und tonnenweise Schlamm nicht entgehen. Zurueck in der Zivilisation waren die schoenen Kolonialstaedte Granada und Leon unsere naechsten Ziele. In zweiterer wurden wir dann durch 3 Tage Dauerregen etwas in unserer Bewegungsfaehigkeit eingeschraenkt, eine weitere Vulkanbesteigung, diesmal auf einen aktiven und mit anschliessendem Runterrodeln, ging sich aber doch aus.
In wenigen Stunden verabschieden wir uns auch schon wieder von Nicaragua und es geht auf nach Honduras. Wenn alles gut geht liegt dort viel Karibikfeeling und ein Tauchkurs vor uns! :-)
Deacachimba!
Bernhard
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